KOJI
Von Tokyo nach Oberhof: Seit über zwanzig Jahren ist Koji unterwegs – als wäre Ankommen nie sein Ziel, sondern das Unterwegssein selbst. Der Japaner widersetzt sich den vorgezeichneten Wegen seiner Heimat und folgt mit beinahe märchenhafter Zuversicht den Zufällen des Lebens.
Ein dokumentarischer Fotofilm von Oto König, 2026
FOTOSERIE
„Meine Zeit bei Dreh’s Um war äußerst lehrreich und ist geprägt von vielen einprägsamen Interaktionen mit den Tutor*Innen und Teilnehmer*Innen. Jeder Workshop war wie ein spannender Ausflug von Leipzig nach Berlin, auf den ich mich immer freuen konnte. Ich bin sehr dankbar für diesen sicheren Raum, in dem wir alle unsere Geschichten teilen und umsetzen konnten. Dass wir in unseren Fotofilmen so persönlich betreut und beraten wurden, hat mich in der Entwicklung sehr gefördert und gefordert. Insgesamt war es ein sehr bekräftigendes Gefühl der Verbundenheit, zusammen als BiPOC-Teilnehmer*Innen diese Zeit zu erleben.
Ein besonderer Höhepunkt war für mich die gemeinsame Zeit auf der Berlinale. Meine erste Berlinale direkt als Teil des Generation Programms zu erleben, war aufregend und inspirierend. Genauso schön fand ich, dass jede Person ihren eigenen Zugang zum Projekt finden konnte, unabhängig von den bisherigen Erfahrungen. Deshalb würde ich Dreh's Um allen empfehlen, die Lust haben, Geschichten zu erzählen und sich kreativ auszuprobieren. Das Programm ist sehr zugänglich und die persönliche Betreuung mit konstruktivem Feedback hat mir bei meinem Projekt sehr geholfen.
Für meinen Fotofilm habe ich Koji gewählt, weil ich ihn schon seit meiner Kindheit kenne. Seine Geschichten über Reisen, Abenteuer und die ungewöhnlichen Wege, die er einschlägt, haben mich immer fasziniert. Koji ist seit über zwanzig Jahren unterwegs. Als Japaner hat er sich gegen einen vorgezeichneten Lebensweg entschieden und folgt stattdessen seiner eigenen Vorstellung von Freiheit.
Mich interessiert dabei nicht nur das Reisen selbst, sondern die Widersprüche, die Koji in sich trägt. Oft wirkt es, als würde er sich einfach den Zufällen des Lebens überlassen und trotzdem immer wieder einen Weg finden, weiterzumachen. Er begegnet den Menschen und den Herausforderungen des Lebens mit Offenheit und einer besonderen Zuversicht.
Der Versuch, diese Lebensart in meinem Fotofilm dokumentarisch einzufangen, hat mir viel Freude bereitet und meine Neugier auf das dokumentarische Arbeiten geweckt. Durch Dreh’s Um habe ich Lust bekommen, auch in Zukunft weitere Geschichten und Menschen auf diese Weise zu entdecken und filmisch festzuhalten.“
Oto König

